Wie hoch ist Ihr passives Einkommen?
Keine Arbeit, kein Geld
Bis vor einiger Zeit kannte ich nur die Art Geld zu verdienen, die die meisten Menschen kennen: Sie tauschen einen Teil Ihrer Zeit gegen Geld, oder mit anderen Worten: Sie haben einen Job. Das sieht dann etwa so aus:

In mehreren Büchern über private Finanzen bin ich auf den Begriff "Passives Einkommen" gestossen. Sofort war ich von dem Konzept fasziniert und mir wurde klar, dass das der Weg zu finanzieller Freiheit und Unabhängigkeit ist.
Der Nachteil eines Jobs ist, dass Sie nur bezahlt werden, wenn Sie arbeiten. Wenn Sie sich heute spontan entscheiden, eine Woche frei zu nehmen, erhalten Sie dafür kein Geld (aber dafür wahrscheinlich Ärger mit Ihrem Chef).
Haben Sie schon einmal daran gedacht, wie es wäre, auch dann bezahlt zu werden, wenn Sie nicht arbeiten? Wer hat Ihnen gesagt, dass Sie nur dann Geld verdienen können, während Sie arbeiten?
Können Sie sich vorstellen, dass Ihr Leben viel einfacher wird, wenn Sie auch bezahlt werden während Sie essen, schlafen, mit Ihren Kindern spielen oder spazieren gehen?
Sorgen Sie dafür, dass Sie bezahlt werden, ob Sie arbeiten oder nicht, 24 Stunden pro Tag, sieben Tage in der Woche.
Ihre Pflanzen wachsen auch dann, wenn Sie sich nicht dauernd um sie kümmern. Warum sollte es mit Ihrem Bankkonto nicht auch so sein? Der Schlüssel, um das zu erreichen, heisst passives Einkommen.
Was ist passives Einkommen?
Einfach gesagt heisst passives Einkommen, die Arbeit einmal zu tun und mehrmals dafür bezahlt zu werden. Passives Einkommen bedeutet nicht, dass Sie ohne Leistung Geld verdienen. Dieser Punkt wir oft missverstanden und führt dazu, dass passives Einkommen als etwas unseriöses oder unrealistisches betrachtet wird.
Ganz im Gegenteil, um passive Einkommensströme aufzubauen, müssen Sie warscheinlich zuerst sogar härter arbeiten, als bei konventionellem Einkommen. Der grosse Vorteil von passivem Einkommen ist jedoch der, dass das Einkommen auch dann fliesst, wenn Sie einmal keine Lust haben, zu Arbeiten.
Sie müssen also zuerst Arbeiten und etwas leisten, um passives Einkommen erzielen zu können. Tatsächlich müssen Sie vor allem am Anfang sogar mehr leisten, als bei einem bezahlten Job. Und Sie werden für diese Arbeit nicht einmal bezahlt!
Nehmen wir das "klassische" Beispiel des Buchautors: Sie schreiben ein Buch zu einem Thema, in dem Sie sich gut auskennen.
Sie müssen viele Stunden aufwenden um zu schreiben, zu korrigieren, einen Verlag zu finden, der Ihr Buch veröffentlicht und so weiter. Wenn Sie es dann geschafft haben, und Ihr Buch veröffentlich wird, haben Sie noch keinen einzigen Euro verdient.
Wenn die Leute aber nun beginnen, Ihr Buch zu kaufen, erhalten Sie für jedes verkaufte Buch einen Anteil vom Verkaufspreis. Wenn das Buch gut ist, werden viele Leute Ihr Buch kaufen und für jedes verkaufte Buch werden Sie bezahlt, und das über Monate oder sogar Jahre hinweg.
Jeden Monat erhalten Sie nun einen Betrag auf Ihr Bankkonto, ohne noch dafür arbeiten zu müssen. Ihr passives Einkommen beginnt zu fliessen. Frau Rowling hat keinen Cent verdient, als Sie Harry Potter geschrieben hat. Aber als die Leute dann angefangen haben, ihre Bücher zu kaufen, wurde Sie durch das passive Einkommen eine der reichsten Frauen der Welt. Und sie verdient weiterhin Tag für Tag Geld für jeden verkauften Harry Potter-Band, ohne noch etwas dafür tun zu müssen.
Wenn Ihr passives Einkommen fliesst, können Sie entscheiden, was Sie mit Ihrer Zeit tun wollen. Sie können sich ein paar Wochen frei nehmen und dann ein weiteres Projekt starten, das weiteres passives Einkommen produzieren wird.
Was passives Einkommen nicht ist
Passives Einkommen bedeutet nicht, dass Sie nichts dafür tun müssen und ohne Arbeit reich werden. Wie mit den Pflanzen, funktioniert es auch mit passivem Einkommen nicht, wenn Sie nichts dafür tun. Die Pflanzen brauchen von Zeit zu Zeit Wasser, manchmal etwas Dünger und einmal pro Jahr frische Erde. Wenn Sie dafür sorgen, wachsen und gedeien die Pflanzen, auch wenn Sie sich nicht rund um die Uhr um sie kümmern.
Lassen Sie sich nicht von unrealistische Versprechungen verleiten, sondern finden Sie selbst Wege und Möglichkeiten, um passives Einkommen zu erzielen.
Möglichkeiten für passives Einkommen
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit denen Sie passives Einkommen erzielen können. Hier einige Beispiele:
- Zinsen und Kursgewinne von Aktien und Wertschriften
- Mieteinnahmen von Liegenschaften
- Werbeeinnahmen und Provisionen von Ihren Internetseiten
- Einnahmen von agloco
- Tantiemen als Buchautor oder Musiker
- Lizenzeinnahmen von Software, die Sie geschrieben haben
Wie hoch ist Ihr passives Einkommen?
Wie gross ist der Anteil von passivem Einkommen an Ihrem Gesamteinkommen? Wenn dieser Anteil klein oder gar nicht vorhanden ist, empfehle ich Ihnen, noch heute mit dem Aufbau von passiven Einkommensströmen zu beginnen. Arbeiten Sie weiter in Ihrem Job und erschliessen Sie gleichzeitig in Ihrer Freizeit neue passive Einkommensquellen. Denken und planen Sie dabei langfristig und sind Sie sich bewusst, dass es einige Zeit dauert, bis das passive Einkommen zu fliessen beginnt.
Wenn Sie das erste Geld aus Ihren passiven Einkommensquellen verdienen, sollten Sie dieses nicht verjubeln, sondern damit das Prinzip des sich selbst zuerst Bezahlens
anwenden und das Geld investieren. Dadurch bauen Sie schon eine weitere passive Einkommensquelle durch Zinsen und Kursgewinne auf.
Setzen Sie nicht alles auf eine Einnahmequelle, sondern bauen Sie mehrere, voneinander unabhängige passive Einkommensströme auf. Wenn eine dieser
Quellen versiegen sollte, ist das nicht tragisch, weil Sie noch andere Einkommensströme haben, die weiter fliessen.
Wen interessiert es wirklich, wie viele Stunden Sie arbeiten? Ein paar wenige Leute in Ihrer Firma vielleicht, alle anderen Leute würden nicht einmal merken, ob sie fünf oder fünfzig Stunden pro Woche arbeiten.
Was zählt ist das Resultat, der Wert, den Sie zu bieten haben. Wenn Sie etwas anzubieten haben, dass für mich nützlich und wichtig ist, bin ich bereit, dafür zu bezahlen und es interessiert mich nicht, wie lange Sie dafür gearbeitet haben.
Würden Sie für den neusten Harry Potter-Band das doppelte bezahlen, wenn Sie wüssten, dass Frau Rowling zwei Jahre und nicht nur ein Jahr daran geschrieben hat?
Was zählt, ist die Leistung und der Nutzen, den Sie den Menschen bieten können, und nicht die Zeit, die Sie dafür aufwenden.
Starten Sie noch heute damit, passive Einkommensströme aufzubauen!
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